Giffards Butterbirne

Verfasst von Jan Bade im Februar 2023. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos beim Autor.

Gefährdungsgrad:

vom Aussterben bedroht

Synonyme:

Beurre Giffard, Poire Giffard

Reifezeit:

Anfang bis Mitte August, nur knapp 2 Wochen lagerfähig

Herkunft:

Nicolas Giffard fand die Sorte 1825 bei Angers / Frankreich. Aus der Geschichte geht nicht hervor, ob es ein Zufallsämling war oder eventuell ein gepflanzter Baum.

Verbreitung:

In Obstsortensammlungen ist die Sorte regelmässig vorhanden und gesichert. Aus Hausgärten oder Streuobstwiesen wird die Sorte nur sehr selten vorgelegt, dies kann aber auch an der frühen und kurzen Reifezeit der Sorte liegen.

Frucht:

Bei guter Pflege eine mittelgroße Frucht, sonst eher klein, wobei das bei allen frühreifenden Sorten der Fall ist. Kreisel bis birnenförmig, oft zum Stiel einseitig eingezogen. Der Querschnitt ist fast rund und die Frucht steht. Der Stielbereich mit deutlicher dunkelbrauner Rostkappe, die aber auch fehlen kann. Stiel meist kurz, kräftig 10-15 mm lang, geht meist etwas wulstig in Frucht über. Die Kelchgrube ist flach, der Kelch klein und halboffen bis offen, die Blätter lang aber oft abgebrochen. Grundfarbe grünlich gelb, Deckfarbe rötlichbraun am Rand auch als Forellenpunkte erscheinend. Kammern mit Nase. Das weißlich gelbe Fleisch wird schmelzend, saftig süß mit etwas Säure, ausgezeichnet.

Baum:

Der Baum wächst in der Jugend mittelstark, kann sich mit dem frühen und hohen Ertrag aber auch schnell erschöpfen.

Verwechsler:

Kaum mit anderen frühreifenden Sorte zu verwechseln.

Anbaueignung:

Eine der besten aromatischen Frühbirnen, auch wenn sie wie alle frühen Sorten nur kurz haltbar ist. Für die Streuobstwiese wie für den Hausgarten geeignet wegen ihrer Robustheit, dem frühen und hohen Ertrag.

Giffards Butterbirne

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